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Die Sieben Todsünden und die Freude des Lebens

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Die sieben Todsünden waren in der Welt unterwegs und sie sahen dass sie zu gut war. Also holten sie sich Verstärkung. Die Angst brachte den Tod mit. Der sollte die Menschen gefügig machen. Denn wenn sie meinten mit einem bestimmten Verhalten ihr Leben im irdischen Pfuhl der Sünden und der materiellen Gebundenheit verlängern zu können sind sie manipulierbar. Sie tun was die Machtvollen wollen um zu bekommen was sie wollen. So läuft das Spiel. Sie verkaufen ihre Seele für ein paar Münzen oder Geldscheine, denn die Inflation hatte auch die Freunde der Nacht bereits erreicht. Auch sie mussten immer mehr fordern von den Menschen. Wo in alten Zeiten ein klein wenig Sünde reichte, so brauchte es heute schon ein Leben in Sünde, damit es ins Gewicht fällt. Früher sündigten die Menschen wenig, so sagt man. Und heute, wo die sieben Todsünden in jedem Leben präsent sind, muss schon viel gesündigt werden um aufzufallen. Das Niveau steigt halt überall.

Also, der Tod überschattete alles. Bei der Geburt der Welt war er eingesetzt worden als Wächter der Pforte. Diese diente dazu die Seelen auf die Erde zu bringen damit sie im Spiel des Lebens in der Materie sich ausprobieren konnten. Ihr müsst wissen, die Erde, sie ist eine Schule für die Seelen. Sie entschließen sich im Universum, wo es ihnen anscheinend zu langweilig ist, auf die Erde zu inkarnieren. Da können sie lernen in einem Körper zu leben und Dinge zu tun. Sie lernen zu gehen und sprechen. Und natürlich wie man sich benimmt. In den ersten Leben sind sie wie Kinder, die ständig auf die Nase fallen und etwas anstellen. Wenn sie erwachsen werden lernen sie zu erkennen dass ihr Tun auch Auswirkungen auf Andere hat. Und im Alter wissen sie wo sie noch Fehler wieder gut machen müssen. Und so vergehen einige hundert oder tausend Leben bis sie alles gelernt und ausgeglichen haben. Bis ihr Lebenskonto pari ist. Dann dürfen sie zurück ins Universum, also nach Hause.

Und jedes Mal wenn ihre "Spielzeit" abgelaufen ist kommt unser Freund der Tod und holt sie ab. Er bringt sie zur Abschlussbesprechung und dort wird entschieden was zu tun ist um im nächsten Spielgang das Ergebnis zu verbessern. Wo die Seelen früher mit Leichtigkeit zur Pforte mit dem Gevatter gingen so wurde es nun immer schwieriger. Sie vergaßen ja immer dass mit Durchschreiten des Tores der gesamte Weitblick wieder da ist. Und weil sie auf der Erde gelernt hatten dass mit dem Tod alles aus ist hatten sie Angst zu gehen und zu sterben.

Die Schatten flüstern: "Der Tod kommt auf leisen Sohlen und wollte dich holen. Er kam geschwind wie der Wind. Wollen sehen was er bringt. Ein neues Leben im Gepäck, sagt er ganz keck. Und ich geh nicht weg. Ich begleite dich ein Leben lang, sei jetzt bloß nicht bang. Ich bin da als dein Freund. "

Die sieben Todsünden hatten ganze Arbeit geleistet. Es brauchte nur wenige hundert Jahre um der Menschheit einzureden dass der Tod böse ist. Sie benutzten also den Torwächter als Feindbild. Die Menschen sehen dass er sie aus der Materie reißt und erkennen nicht dass er sie zu einem neuen Leben führt. Der Tod vertraute darauf dass alles zur rechten Zeit so sein würde wie es sein soll.

Und der Tod sagt von sich selber: "Ich komme als Freund, von Geburt an begleite ich dich und in der vereinbarten Zeit bin ich da und führe dich durch das Tor der Ewigkeit. Dann weißt du wieder dass du göttlich bist und hier nichts mehr vermisst. Du weißt du kannst immer in jede Zeit, an jeden Ort gehen und deine Lieben besuchen. Ich komme als Freund, von Geburt an begleite ich dich."

Und die Menschen, die die wussten dass es auf der anderen Seite Leben gibt, waren die Schamanen und Seher. Sie mussten lange Zeit im Verborgenen sein um den sieben Todsünden zu entwischen. Aber das Wissen verbreitete sich und so kommt der Tag an dem alle es wissen. Es geht weiter. Es gibt ein Leben nach dem Tode.

Immer wenn etwas stirbt dann entsteht etwas Neues.

(Herbst 2012)

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zuletzt aktualisiert am 18.01.2016
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