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Die Sieben Todsünden und die stade (stille)Zeit

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Der Winter und die Vorweihnachtszeit werden als die Stade Zeit benannt. Seit Alters her stand im Winter das Leben weitgehend still. Die Natur zog ihre Wurzeln ein, beendete Wachstum und fing an zu schlafen. Sie ruhte sich aus um im Frühjahr wieder die Lebenssäfte zu verteilen und die Früchte der Natur zu Neuem Leben wachsen zu lassen. Die Bauern beendeten nach der Ernte ihre Feldarbeit und hatten Zeit um Dinge im Haus zu erledigen. Die Frauen machten ihre Handarbeiten und der Tag war mit Einbruch der Dunkelheit früh beendet. Die Nacht dauerte lange und es war kalt. Man rückte näher zusammen und nicht umsonst werden im Sommer und Herbst die meisten Kinder geboren.

Alles kam zur Ruhe und bei Kerzenschein konnte man sich die schönsten Geschichten erzählen. So sagt die Nostalgie. Aber mit der war es ja vorbei als die sieben Todsünden die Welt betraten. Vorbei waren die traditionellen Lichterfeste zur Wintersonnwend. Vorbei waren die stillen Tage im Leben der Menschen. Die sieben Todsünden hatten die Städte erobert und die Nacht wurde zum Tag gemacht. Vorbei war es mit der Stadn Zeit. In den Straßen brannte die ganze Nacht das Licht. Kaufhäuser entstanden und die Krämer boten lauthals ihre Waren feil. Neue Vergnügungsstätten wurden gebaut und neben den Wirtshäusern entstanden Häuser mit besonderem Ambiente! Tag und Nacht wurde gleich gemacht.

Und so ist es noch heute. Laute Musik klingt in die Ohren der Menschen sobald sie ihr Zuhause verlassen. Allüberall auf den Tannenspitzen sitzen nicht nur die Lichter, nein es sitzen auch die Verführer der Neuen Zeitalter. Die Neuen Sachen die die Menschen brauchen um den Tag zu überleben. Geräte, klein in jeder Tasche, machen die Lieben erreichbar. Kleinigkeiten um das Leben zu versüßen lauern an jedem Stand. Verführung pur in jedem Fenster. So stellen sich die Sieben Todsünden die Stade Zeit vor. Von stad ist da nix mehr zu hören. Macht auch nix, denn so soll es sein. Ein Termin jagt den anderen und ein Fest ist berauschender als das letzte es war. Und mittendrin der Neid und die Völlerei. Die fühlen sich so wohl zur Weihnachtszeit. Genauso haben sie sich das immer gewünscht. Alle freuen sich und das Mahl mundet.

Und zu später Stunde, wenn alle Einkäufe gemacht sind, wenn alle Geschenke liebevoll verpackt sind gesellt sich der Hass hinzu. Ganz leise schleicht er sich ein und setzt sich neben dem Neid in die Herzen der Menschen. Denn morgen werden die Geschenke ausgepackt. Und jeder schaut was der andere bekommt. Es wird der Geldwert taxiert und geschaut was man dem Schenker denn überhaupt wert war. Hat der genug für den Beschenkten ausgegeben? Wie hat er denn das Geschenk verpackt? Hat er es an Liebe fehlen lassen? Was hat das Geschenk der anderen gekostet? Wieviel man wert ist macht man meist an dem Wert der Gaben fest. Das Fest der Liebe, wie es genannt wird, ist es schon lange nicht mehr. Mit den sieben Todsünden im Nacken, oder schon im Herzen kann man getrost das Fest der Liebe begehen. Sie sind ja da, die Freunde der Nacht. Und wenn die Sieben Todsünden nach der Heiligen Nacht durch die Welt streifen dann sehen sie ihr Werk. Spielzeuge und die schönen Sachen vom Gabentisch achtlos oder schon zerstört in der Ecke liegen. Streit klingt an ihre Ohren wie Musik. Und die guten Vorsätze die sich die Menschen gefasst hatten liegen gleich neben der Spielware. So schön hat es begonnen...

...und dann kam der Alptraum der Sieben Todsünden. Sie hatten ja schon gehört dass die Liebe auf der Erde gesehen und gefühlt worden sein soll. Aber an Weihnachten war die Gefahr besonders groß. Die Menschen holten sich doch wirklich zuviel von dem ganzen Zeug in ihr Haus. Lichter und das Grün der Zweige brachten sie in ihre Wohnstatt und machten sich Schmuck für Fenster und Türen. Und, also wirklich, muss das sein! Engel und liebevolles, selbst gestaltetes Sternenwerk. Daraus machten sie Deko. Deko, stellt euch das mal vor. Sie wollten sich doch tatsächlich irgendwas warmes und schönes in ihre Herzen holen. Wo sollte das nur enden?

Also für die Sieben Todsünden war das ein echtes Problem. Denn grad zur Weihnachtszeit gab es doch immer wieder Menschen, Abtrünnige, die es schafften die Liebe in ihrem Leben zu behalten. Und die Völlerei konnte ihnen auch nichts anhaben. Sie aßen und tranken in Maßen! Denen konnte man nicht mal mit Glühwein und Plätzchen, Stollen und Rum beikommen. Sie waren zu allen Wesen nett, und Dankbar dass sie es auf der Erde gut hatten. Sie gingen zufrieden ihren Weg und steckten andere mit ihrer Inneren Ruhe an. Sie schlossen sich zusammen und sangen liebliche Lieder. Und sie strahlten! Sie strahlten von innen heraus! Da hatten selbst die Sieben Todsünden ein Einsehen. Sie sagten sich: "Es ist Weihnachten! Lassen wir ihnen ihren Spaß!" und die Maßlosigkeit setzte hinzu: "Ab Silvester gehören sie wieder uns. Wir lassen sie in dem Glauben, sie hätten gewonnen!" Die Gier und die Ausschweifung dachten sich:"...und dann kommt der Fasching!"

Die Sieben Todsünden, die Liebe und die Zufriedenheit, das Licht und der Friede wünschen Allen ein schönes Weihnachtsfest und einen glücklichen Start ins Neue Jahr.

(Herbst 2012)

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zuletzt aktualisiert am 18.01.2016
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