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Die Sieben Todsünden und der Jüngste Tag


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Die sieben Todsünden waren in der Welt unterwegs und sie sahen dass sich etwas ändern muss. Der Tag war dunkler als gewöhnlich. Die Schatten der Vergangenheit holten die Menschen ein. Jeder hatte seine Sorge, ob dessen was er oder sie getan oder unterlassen hatte. Jede Tat sollte aufgewogen werden. Und am Ende aller Tage sollten die Menschen vor ihrem Schöpfer stehen, der Gericht über sie hielt. Gott, das Universum der Möglichkeiten.

Es sollte das ganz große Ereignis werden. Die sieben Todsünden hatten sich etwas Besonderes ausgedacht. Die Apokalypse sollte kommen und ihnen helfen. Ihr wisst ja, das ist der Jüngste Tag. Das Endgericht für alle Seelen. Und der Tag an dem entschieden wird wer in den Himmel kommt und das ewige Leben erhält oder in die Hölle muss. In der Ewigkeit weiter leben das möchte doch jeder. Den Tod verhindern und das Sterben den Anderen überlassen. Da wird der Mensch plötzlich großzügig. Sterben, ja, das können die Anderen tun. Da müssen die Menschen nicht teilen, da können sie verzichten.

Also, die Apokalypse hatte schon alles vorbereitet. Katastrophen waren in der Welt geschickt worden um die Menschen unsicher und ängstlich zu machen. Sie halfen damit den Freunden der Nacht sehr. Denn das Projekt der Endzeit musste wohl überlegt und geplant werden. Und geheim sollte es sein. Schließlich sollten ihnen die Menschen nicht in die Quere kommen. Sie durften nicht merken dass sie im großen Stile manipuliert wurden.

Denn wenn die Mehrheit der Menschen den sieben Todsünden glaubte und folgte konnte ihr Plan vollendet gelingen. Doch wenn die Mehrheit der Menschen sich der Liebe und des Glaubens an den Fortbestand des Guten widmete, so würde ihr Plan scheitern. Und so arbeiteten sie Tag und Nacht daran ihre Pläne zu erfüllen.

Engel waren auf der Erde gesichtet worden. Sie sagten den Menschen dass die Liebe und das Gute und Reine und Klare im Herzen siegen wird. So wurde die Arbeit der Verdorbenen von Tag zu Tag beschwerlicher. Zu viele Menschen waren noch, oder wieder, reinen Herzens. Sie suchten das Licht in ihnen und fanden es. Das war eine schwere Zeit für die Unheilbringenden. Für jede Schandtat auf der Erde gab es mit einem Mal drei gute Taten.

Viele Menschen weigerten sich das Spiel des Todes mit ihnen zu spielen. Sie unterließen es auf Anfeindungen mit Hass und Neid und Boshaftigkeit zu reagieren. Statt dessen verziehen sie ihren Mitmenschen. Wie konnten sie denn das tun? Wo die Freunde der Nacht doch Aug um Aug gepredigt hatten. Und doch! Die Menschen änderten sich. Sie wollen nicht mehr gesteuert sein. Nein, viele wollten selber denken! Stellt euch vor, denken und entscheiden wollten sie! Diese kleinen Würmer aus Fleisch und Blut wollten die Welt verbessern. Und viele schafften es sogar! Sie fanden die Schlüssel des Lebens. Sie suchten die Wege alles in ihren Herzen und Denken zu verändern. Sie verbesserten sich und sandten Liebe aus. Diese unheimliche, liebevolle Macht die immer größer wird, je mehr sie verschwendet wird. Menschen hatten also heraus gefunden dass sie Schöpfermacht haben.

Oh je, jetzt wurde es schwierig für die Todsünden. Jetzt mussten sie (arg)listig werden um noch ihr Ziel zu erreichen. Falsche Lieben brachten sie zur Erde hinunter. Diese fordert alles. Sie fordert in Beziehungen der Menschen zueinander den letzten Rest von Leben. Ausgesaugt und der Lebenskraft beraubt lassen sie ihre Opfer zurück. Fast leblos vegetieren sie dahin und lechzen nach ein wenig Zuwendung. Vampire hat man die Blutsauger früher genannt. Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft nennt man sie jetzt. Doch die reine, echte Liebe war schon viel zu stark auf der Erde. Sie überwand das Hindernis der Falschheit der Freunde der Nacht.

Und so kam es wie es kommen musste. Der prophezeite Tag kam. Die Menschen schlossen sich zusammen und gaben all ihre Liebe dem Planeten. Sie sangen und tanzten und beteten.

Die sieben Todsünden, der Torwächter und die Apokalypse und die Katastrophen standen dem Geschehen machtlos gegenüber. Die Menschen waren erwachsen geworden. Und dann sahen sie mich. Sie sahen dass ich sie beobachtete. Ich sah ihnen in die Augen und lächelte. Nur der Torwächter lächelte zurück. Dann schloss ich meine Augen.

Ra, der Sonnengott stand da und überwachte den Lauf der Sonne. Bereit ihr Einhalt zu gebieten stand er da mit den Zeichen des Lebens und des Todes. Die Seelenfresserin stand bereit und fletschte die Zähne. Sie hatte Hunger und der sollte an diesem Tage gestillt werden. Mein Herz lag also auf der Waagschale und zog, die Seite auf der es lag, tief hinunter. Maat, die Gerechtigkeit, trat hervor und nahm eine Feder. Sie legte sie in die freie Waagschale. Ich schloss die Augen, bereit mein Urteil zu empfangen. Ich hörte die Stille zwischen zwei Atemzügen, zwischen zwei Herzschlägen. Die Zeit blieb stehen. Jemand berührte mich und ich öffnete die Augen. Mein Blick fiel auf die Waage. Sie war verschwommen vor meinen Augen. Ich schloss sie wieder. Atmete tief in mich hinein und schaute wieder auf die Waagschalen. Sie waren auf einer Höhe. Das Zünglein der Wahrheit zeigte auf: Dein Herz ist so leicht wie eine Feder. Alle Anspannung wich aus meinem Körper. Maat, Ra und die Seelenfresserin nickten mir wohlwollend zu. Osiris lächelte und zeigte auf eine Türe. Ich schritt darauf zu und wurde Eins mit Allem was ist.

Ra berührte meine Hand und kitzelte mich. Ich hörte das Zwitschern der Vögel und öffnete die Augen. Ich merkte dass ich gerade aufgewacht war. Der Tag danach, er war voller Leben und Energie. Die Erde drehte sich also weiter. Die Sonne schien und es war warm. Ungewöhnlich warm zu dieser Jahreszeit.

Und irgendwo, in einem fernen Raum war die Liebe und deckte die sieben Todsünden in ihren Betten zu. Sie waren in diesem Moment wie kleine Kinder und sahen niedlich aus in ihrem Schlaf. Die Liebe löschte das Licht und schloss die Türe. Durch die vergitterten Fenster fiel das Mondlicht herein und warf Schatten auf den Boden.

Eine schöne Zeit in der Neuen Zeit.

(Dezember 2012)
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zuletzt aktualisiert am 18.01.2016
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