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Die sieben Todsünden im Meer der Unendlichkeit

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Neulich in der Welt

Die sieben Todsünden waren in der Welt unterwegs. Sie schauten sich die Menschen an und fanden dass die Welt zu gut war. Also trennten sie sich und säten in die Herzen der Menschen ihre Eigenschaften. Neid, Hass, Missgunst, Völlerei und Niedertracht waren von nun an der Tagesordnung. Genauso wie sie es wollten traf die Ausschweifung und auch die Sucht nach Mehr die Menschheit und sie sahen nur noch ihre eigene Befriedigung. Nichts konnte sie mehr aufhalten. Sie trachteten danach das Gute aus der Welt zu verbannen. Und so kam es dass die Herzen der Erdenbewohner zu Eis erstarrten. Sie waren nur noch lieblose Klumpen voller Gier. Ein Leben in Kälte und Eis begann. Über viele Äonen herrschten die Todsünden und brachten alles Lichtvolle zu Fall!

Ein Wunder dass das menschliche Organ das aushalten konnte! Du fragst dich sicherlich was das Herz in Materie mit dem Eisherzen zu tun hat? Nun, dann erzähle ich es dir. Das menschliche Herz und damit der ganze Körper wird genährt von der Liebe, die in dem Herzen innewohnt! Ja! Genau so ist es! Die Liebe und all das Gute auf der Welt und um uns herum ist extrem lebenswichtig für das Individuum und sein Überleben. Die Liebe nährt die unsichtbaren, und doch vorhandenen, Energiebahnen in unseren Körpern. Sie versorgt uns mit Nahrung die mit normalem Essen nichts zu tun hat. Und das ist gut so. Gut so dass es sie gibt. Das Sprichwort dass man sich von Luft und Liebe ernährt ist geradezu aus dem Leben gegriffen.

Doch die Liebe war von dem Planeten Erde noch nicht ganz verbannt. Denn ein klein wenig war noch in Jedem vorhanden. Als kleiner göttlicher Funke, oftmals ganz versteckt im Innern, konnte er überleben. Und der Funke, die Liebe, sie leuchtete! Im Dunkeln konnte man es manchmal sehr gut sehen. Wenn man ein sensibles Auge dafür hatte. Doch wie konnte der kleine Funke im Leib der Erdenwesen überleben? Ich sage es dir. Er versteckte sich ganz hinten im Herzen der Menschen. Ganz hinten links war er wie ein verlorenes Bit in die Ecke gekrochen. Er wollte nur Eines! Überleben und im richtigen Moment aktiv werden und wie ein Virus das Herz befallen und alles Kalte und Böse aus dem Herzen brennen!

Ich sah was auf dem Planeten vor sich ging und fand mich plötzlich an Bord eines großen, starken Schiffes. Der Rumpf war aus einer Legierung von Metallen die es ermöglichte auch die härtesten und dicksten Eisschichten zu durchbrechen. Die Beschichtung war reinstes Licht, durchwirkt mit Liebe zu allem was ist. Ich stand an der Reling und sah über die Welt hinweg. Überall war Eis in dieser Welt. Alles war zugefroren. Das harte Stahlgebilde bahnte sich seinen Weg durch das Eismeer. Die Eisplatten brachen in tausend Stücke und dann sah ich sie. Die Herzen aus Eis. In den wie Menschen anmutenden Gestalten. Es konnten keine Menschen sein, denn sie verhielten sich nicht menschlich. Sie waren wie Maschinen in ihren Bewegungen. Und doch waren sie aus Fleisch und Blut. Und ich sah wie einige sich abhoben aus der Masse. Sie waren wie eine Wärmequelle in der Kälte. Manche standen still da und gaben ihr Licht für andere. Manche wurden von den Anderen erfasst und durch deren Kälte zu Eis erstarrt. Aber der Eisbrecher pflügte sich weiter durch die Welt und überall zerbarsten durch die Klänge, die ihn umgaben, die Eisherzen. Sie zerbarsten in Abermillionen Fragmente die wie Eiskristalle in der Sonne schmolzen. Übrig blieben die ungeweinten Tränen, die ungelebten Leben und Gefühle.

Mit einem Mal stand ich auf dem Eis. Ein Lichtwesen kam herunter vom Schiff. Es nahm die 7 Todsünden! Es ging zurück mit ihnen an Bord und segelte gegen den Wind hinaus aufs Eismeer. Und als ich so nachsah kam ein eisiger Wind auf. Ich hörte Stimmen! Ächzen und Kreischen! Klänge drangen an mein Ohr und in mich hinein. Und kalte Pfeile durchbohrten mein Herz. Es wurde erhoben ins Licht. Durchwoben mit all dem Schmerz und der Erlösung durch Liebe. Ich merkte dass der Wind scharfe Eiskristalle mit sich trug und sie herum wirbelte. Sie schnitten meinen nackten Körper auf. Mein Blut, das an mir herabtropfte, brachte das Eis zu schmelzen. Es wurde kristallklar. Es gab den Blick frei auf ein Gesicht. Ich sah es an und erkannte: Es war meines!


Das Eis schmolz, mein Blut vermischte sich mit dem Meer. Und ich versank in der Kälte der Gefühle. Als ich mich umsah, bemerkte ich dass viele Seelen mit mir in dem, mit roten Schlieren durchzogenen, Wasser waren. Wir froren nicht mehr. Es war uns warm. Warm ums Herz.

(Frühjahr 2012)


...und es geht weiter.
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zuletzt aktualisiert am 19,08.2018
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